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Über den Zukunftsdialog

Der Expertendialog

Sie möchten erfahren, wie Experten und Fachleute sich parallel zum Bürgerdialog mit den drei Zukunftsfragen befasst haben? Hier alles Wissenswerte zum Expertendialog.

Wie arbeitete der Expertendialog?

Von Mai bis Juli 2012 arbeiteten über 120 Experten in 18 Arbeitsgruppen.

Ziel der Arbeit der Experten ist es, eine kontroverse gesamtgesellschaftliche Diskussion über die nahe Zukunft unseres Landes anzuregen und vor allem Denkanstöße oder sogar konkrete Handlungsvorschläge für die politische Arbeit zu erarbeiten. Die Experten haben einen Abschlussbereicht erstellt, der Ende August 2012 der Bundeskanzlerin bei einer Abschlussveranstaltung überreicht wurde.

Die drei Leitfragen lauteten:

1. Wie wollen wir zusammenleben?
2. Wovon wollen wir leben?
3. Wie wollen wir lernen?

Hinter diesen drei großen Themenfeldern verbergen sich jeweils konkrete Fragestellungen. Einige Beispiele:

Wie wollen wir zusammenleben?: Was hilft dem Zusammenhalt der Gesellschaft? Wie können wir kinderreicher und wie familienfreundlicher werden? Wie können Staat und Gesellschaft für mehr Sicherheit sorgen, z.B. im Wohnumfeld, auf der Straße oder im öffentlichen Nahverkehr? Wie lässt sich Bürgerbeteiligung konkret besser organisieren?

Wovon wollen wir leben?: Was sind eigentlich Deutschlands Stärken auf dem Weltmarkt? Wie können wir neugierig und innovativ bleiben und damit Geld verdienen? Was können Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Staat tun, um Arbeit sicherer und attraktiver zu machen?

Wie wollen wir lernen?: Wie sieht praktische Wertevermittlung aus? Wie können wir alle besser hinzulernen – sowohl im Beruf als auch privat? Welche Rolle spielt das Internet? Wie kann unser berufliches Lernen verbessert werden. Wie können wir arbeitslosen Jugendlichen besser helfen?

18 Arbeitsgruppen

Insgesamt gab es 18 Arbeitsgruppen: zu jeder großen Leitfrage sechs. Jede AG wurde von einem Experten koordiniert. Alle Arbeitsgruppen trafen sich mehrmals in Berlin. Dabei wurden Vorschläge entwickelt und diskutiert.

Die Leiter der 18 Arbeitsgruppen diskutierten regelmäßig mit der Bundeskanzlerin über ihre Vorschläge und Zwischenergebnisse. Darüber hinaus haben sich Experten auch mit den Vorschlägen aus dem Bürgerdialog befasst und die Ideen und Anregungen der Zivilgesellschaft aufgegriffen und diskutiert.

Der Abschlussbericht: knapp und konkret

Der Abschlussbericht wurde der Bundeskanzlerin Ende August 2012 offiziell übergeben. Dieser Ergebnisband des Zukunftsdialoges soll sich von Abschlussberichten typischer Regierungskommissionen bewusst unterscheiden: Jeder Vorschlag wird nur knapp skizziert und begründet. Der Abschlussbericht soll die neue, innovative und auf fächerübergreifende Zusammenarbeit zielende Arbeitsweise der Experten-AGs widerspiegeln.

Was ist neu am Expertendialog? Und was kann er leisten?

Beim Expertendialog wurde an vielen Stellen Neuland betreten – wie beim gesamten Zukunftsdialog.

Themenauswahl: Es wurden bewusst viele Themen gleichzeitig ins Blickfeld genommen. Grundsätzliche Fragestellungen wurden ebenso zugelassen wie ganz konkrete, aus dem alltäglichen Leben gegriffene. Auf diese Weise ergeben sich viele Zusammenhänge zwischen Fragestellungen, die man auf den ersten und zweiten Blick nicht vermutet.
Nicht thematisiert wurden absichtlich jene Themen, die bereits an anderer Stelle bearbeitet werden, beispielsweise das Thema demografischer Wandel. Dazu legt die Bundesregierung unter Federführung des Bundesinnenministers im Frühjahr eine Demografiestrategie vor.
Auch Themen, bei denen die bundespolitische Ebene keine Handlungsmöglichkeiten hat, wurden ausgeklammert.

Auswahl der Experten: Es wurde bei der Auswahl der Experten großen Wert darauf gelegt, eine ungewöhnliche Mischung aus Wissenschaftlern und Praktikern zu finden. Alle Experten haben sich am Beginn des Prozesses dazu bereit erklärt, fachübergreifend und im Team zu arbeiten. Auch auf eine Mischung aus Politikferne und Kenntnis des gesetzgeberischen Handelns wurde bei der Auswahl der Experten geachtet.

Arbeitsweise und Rahmenbedingungen für die Experten: Bevor die Experten ihre Arbeit aufgenommen haben, haben die Leiter der 18 Arbeitsgruppen gemeinsam mit der Bundeskanzlerin darüber diskutiert, welche Fragestellungen zielführend sind. In der Erarbeitung von Vorschlägen sind die Experten völlig frei. Lediglich realitätsbezogen sollten sie sein. Auch dürfen sie keine ungewöhnlich hohen staatlichen Mehrausgaben produzieren.

Kein Zwang zum Konsens. Der Expertendialog verzichtet bewusst auf die Erarbeitung eines Konsenspapiers: Kontroversen, aber auch gegenläufige Vorschläge oder unterschiedliche Wege zur Veränderung von Rahmenbedingungen sollen nicht hinter einem Kompromisspapier verschwinden, sondern sichtbar werden. Denn der Expertendialog ebenso wie der gesamte Zukunftsdialog zielt auf Transparenz und Offenheit.

In den Arbeitsgruppen der Experten geht es nicht um ausgefeilte Analysen von Herausforderungen, die Deutschland in den nächsten Jahren bewältigen muss. Auch das "Man müsste mal..." interessiert nicht. Im Mittelpunkt stehen konkrete Handlungsvorschläge. Und zwar am besten solche, die die bundespolitische Ebene mit konkreten Anregungen und Ideen konfrontiert – und der Kanzlerin die Möglichkeit eröffnet, sie weiterzuverfolgen; sei es, indem eine Verordnung oder ein Gesetz verändert wird, oder sei es, indem eine Initiative unterstützt oder angestoßen wird.

Eine neue Art der Partizipation. Der Expertendialog ist – ebenso wie der Bürgerdialog – eine Art der Partizipation, wie sie in Deutschland bislang noch nicht stattgefunden hat. Der Expertendialog hat Workshop-Charakter und setzt stark auf den Prozess des gemeinsamen Arbeitens und Diskutierens über Fächergrenzen und Erfahrungswelten hinweg.

Zusatzinformationen

Der Ergebnisbericht

Hier können Sie sich den Ergebnisbericht der Experten herunterladen.

Die Langfassung des Berichts: Der Ergebnisbericht …

Die Kurzfassung des Berichts: Der Ergebnisbericht …

Prüfung der Vorschläge

Die ersten Vorschläge aus dem Dialog über Deutschlands Zukunft werden derzeit geprüft hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit. Erfahren Sie mehr zum aktuellen Stand:

Erste Auswahl von Bürgervorschlägen: Prüfung der Vorschläge …

Erste Auswahl von Expertenvorschlägen: Prüfung der Vorschläge …

Vielen Dank für Ihre Vorschläge.

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Der Zukunftsdialog im Überblick

  • Mai 2011

    Expertendialog
  • 01. Februar 2012

    Bürgerdialog
  • 29. Februar 2012

    Bürgergespräch
    in Erfurt
  • 14. März 2012

    Bürgergespräch
    in Heidelberg
  • 28. März 2012

    Bürgergespräch
    in Bielefeld
  • 15. April 2012

    Abschluss Vorschlagsphase Onlinedialog
  • 15. Mai 2012

    Jugend-
    konferenz
  • 7. Juni 2012

    Internationale
    Veranstaltung
  • 2. Juli 2012

    Buchver-
    öffentlichung
  • 3. Juli 2012

    Kanzlerin trifft
    Teilnehmer
    Onlinedialog
    Auswertung der Vorschläge
  • 28. August 2012

    Experten
    übergeben
    Abschluss-
    bericht
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Dialog über Deutschlands Zukunft